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UNTERSTÜTZUNG PROJEKT HAITI

2022-72-HTI-SDG 1 / Förderverein Maison des Anges

SDG 1: Keine Armut

Förderverein Maison des Anges, Aettenschwil / Schweiz

Land / Ort

Haiti, Port-au-Prince und Espoir

Haiti ist ein auf der Insel Hispaniola in den Grossen Antillen gelegener Inselstaat. Er umfasst den westlichen Teil der Karibikinsel, deren Ostteil die Dominikanische Republik einnimmt. Die etwa elf Millionen Einwohner Haitis sind grösstenteils subsahara-afrikanischer Abstammung. Hauptstadt des Landes ist Port-au-Prince.

Haiti gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der westlichen Welt. Die kaum ausgeprägte Binnenwirtschaft, die wiederkehrenden Naturkatastrophen, sowie die instabile politische Lage mit häufigen Unruhen hat das Land zu einem Staat gemacht, aus dem jährlich viele Bürger auswandern. Es herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit und viele erwachsene Haitianer sind Analphabeten. Sie versuchen mit Dienstleistungen oder Kleinhandel ein Einkommen zu generieren.

 

Allgemein

Das Maison des Anges wurde 1998 als Waisenheim für Kinder mit Behinderungen gegründet. Im Jahr 2000 wurde es in ein allgemeines Kinderheim und in eine Kindertagesstätte umgewandelt. Im Heim leben Kinder und Jugendliche, die Voll-, Halb- oder Sozialwaisen sind. Sie werden vom Jugendamt oder von der Polizei ins Heim gebracht. Auch Mütter bringen ihre Kinder, wenn sie nicht mehr für sie sorgen können. Im Maison des Anges bekommen sie ein Zuhause, medizinische Betreuung, sie gehen zur Schule und man unterstützt sie in der Berufsbildung.

 

Bis April 2022

Das Kinderheim in Port-au-Prince versorgte täglich 120 Kinder mit Essen, aufbereitetem Trinkwasser und Kleidern. Der Betrieb des Heims musste rund um die Uhr, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr funktionieren, um sicherzustellen, dass die Kinder die nötige Betreuung erhalten und in Sicherheit sind.

65 Mitarbeiter/innen kümmerten sich um die Heimkinder. Die Palette der Mitarbeitenden reichte von der Betreuerin, Krankenschwester, Lehrperson und Hauswirtschaftshilfen bis zum Büromitarbeiter, Koch, Sicherheitsbeamten, Fahrer und Allrounder.

Das Kinderheim benötigte gesicherte monatliche Einnahmen für Nahrung, Kleider, Windeln, Medikamente, Arztkosten, Personalkosten, Schulgelder, Gebäudeunterhalt, etc. Obwohl das Jugendamt die Kinder ins Heim brachte, zahlte der Staat nichts an die Lebenshaltungs- und Unterhaltskosten.

 

Ab Mai 2022

Im Flucht aus Port-au-Prince
Ende April 2022 begann ein skrupelloser Bandenkrieg im Stadtteil des Kinderheims. Schüsse kamen bis in die Schlafzimmer der Kinder. Um die Kinder vor Gewalt und Schlimmerem zu schützen, evakuierte man im Mai 2022 das Heim.

Die Kinder und das Personal sind nun auf dem Land untergebracht, in einem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb namens Espoir. Sie sind dort in Sicherheit, den Kindern geht es gut und sie besuchen die Ortsschule. Aber auf dem provisorischen Gelände fehlt es an vielem. Die Infrastruktur ist sehr notdürftig und muss verbessert werden. Auch die Grundversorgung für die Kinder und Angestellten muss weiterhin sichergestellt sein. Es braucht dringend Projektunterstützung, um den Alltag vor Ort zu gewährleisten und zu verbessern.

Website Förderverein Maison des Anges