UNTERSTÜTZUNG PROJEKT UGANDA
2024-2026-UGA-SDG 4 / Bbanga Project
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Uganda, Kalangala
Uganda ist ein Binnenstaat in Ostafrika. Er grenzt im Norden an den Südsudan, im Osten an Kenia, im Süden an Tansania, im Südwesten an Ruanda und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Die Grenzen zu Kenia und Tansania verlaufen zum Teil durch den Victoriasee und durch den Süden des Landes verläuft der Äquator. Hauptstadt und grösste Stadt ist Kampala. In Uganda leben über 60 Völker zusammen, die jeweils eigene Sprachen, Kulturen, Bräuche und Religionen haben. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung, insgesamt 60% sind Bantu, die in den Gebieten südlich und westlich des Kiogasees leben. Das grösste Bantuvolk sind die Baganda. Der Landesname Uganda bezieht sich auf das deren Königreich Buganda.
Der Distrikt Kalangala liegt im Viktoria See in Uganda/Ostafrika und umfasst ein Archipel von 84 Inseln, von denen 64 bewohnt sind. Die Inselgruppe wird auch als Ssese Inseln bezeichnet. Die grösste Insel, auf der auch die „Hauptstadt“ Kalangala Town und die lokalen Behörden ansässig sind, heisst Bugala Island.
Bbanga Project ist eine ugandische NGO (Non-Governmental Organisation) mit Sitz in Österreich und Uganda. Seit 2014 ist Bbanga Project auf den Ssese Inseln aktiv und hat seither zahlreiche Massnahmen zur Verbesserung der Bildungs- und Lebensbedingungen der dort lebenden Bevölkerung umgesetzt. Das Projekt begann mit einer mobilen Bibliothek, die mittlerweile über 15 Grundschulen auf vier Inseln mit Literatur versorgt.
Darüber hinaus wurden Kinderpatenschaften an verschiedenen Schulen der Hauptinsel eingerichtet, um bedürftige Schüler/innen gezielt zu unterstützen. Bis heute hat Bbanga Project die Gesundheitsversorgung und abwechslungsreiche Ernährung für tausende Kinder sichergestellt. Im Rahmen dieser Bemühungen wurden zahlreiche Programme zur Frauenförderung ins Leben gerufen, vor allem einkommensgenerierende Aktivitäten und Sensibilisierungsprogramme. Zusätzlich engagiert sich Bbanga Project für die Förderung nachhaltiger, lokaler Landwirtschaftspraktiken.
Nur wenige der 64 bewohnten Ssese Inseln verfügen über Schulen, was den Zugang zu Bildung für Kinder und Jugendliche erheblich einschränkt. Bbanga Project arbeitet drauf hin, möglichst vielen Kindern einen regelmässigen und qualitativen Schulbesuch zu ermöglichen.
Projekt 2024-2025: Bau sanitärer Anlagen für neue Internatsschule
Viele Kinder und Jugendliche der Ssese Inseln können nicht an einem regelmässigen Schulunterricht teilnehmen. Nur ein kleiner Teil hat die Möglichkeit täglich mit dem Boot zur Insel Bugala zu pendeln, um dort die Schule zu besuchen. Bbanga Project hat eine neue Internatsschule für 270 Kinder auf der Insel Kalangala gebaut und im Frühling 2025 in Betrieb genommen. Die Anlage umfasst neben einem Kindergarten auch eine Grundschule sowie Aufenthaltsräume und sanitäre Einrichtungen. Die Errichtung der Sanitäranlagen für Jungen war die letzte wesentliche Voraussetzung für den reibungslosen Schulbetrieb. Diese werden erheblich zur Verbesserung der hygienischen Bedingungen auf dem Schulgelände beitragen und somit die Gesundheit und das Wohlbefinden der Schüler/innen fördern.
Projekt 2025-2026: Schwimmunterricht für Kinder und Jugendliche
Die Bevölkerung der Ssese Inseln ist auf Boote als primäres Transportmittel angewiesen, etwa für Schulwege, den Zugang zu medizinischer Versorgung, Märkten oder Verwaltungsdiensten. Viele Boote sind in schlechtem Zustand und verfügen über keine Schwimmwesten. Gleichzeitig kann ein Grossteil der Menschen nicht schwimmen und so kommt es immer wieder zu tragischen Ertrinkungsunfällen. Trotz der Risiken ist Schwimmen in Uganda kein verpflichtender Bestandteil des Schulcurriculums. Mit dem Bbanga Schwimm-Projekt sollen Kinder und Jugendliche grundlegende Schwimmfähigkeiten erwerben. Der Unterricht findet aus gesundheitlichen und sicherheitsbezogenen Gründen nicht im See, sondern in einem geeigneten Swimmingpool statt. Neben praktischen Übungen werden Themen wie Wassersicherheit, Prävention und Selbstschutz altersgerecht vermittelt. Ziel ist es, Ertrinkungsunfällen vorzubeugen, das Sicherheitsbewusstsein zu stärken und langfristig eine Kultur der Prävention in der Region zu etablieren.
Website Verein
Bbanga Project