UNTERSTÜTZUNG PROJEKT ARGENTINIEN
2025-24-ARG-SDG 15 / Verein Sagittaria
2025-24-ARG-SDG 15 / Verein Sagittaria
Argentinien, Provinz Misiones
Argentinien ist eine Republik in Südamerika. Sie grenzt im Süden und Westen an Chile, im Norden an Bolivien, im Nordosten an Paraguay und an Brasilien, im Osten an Uruguay und im Südosten an den Atlantischen Ozean. Mit einer Fläche von knapp 2,8 Millionen km² ist Argentinien der achtgrösste Staat der Erde. Mit fast 50 Millionen Einwohnern steht Argentinien in Südamerika an dritter Stelle (nach Brasilien und Kolumbien). Buenos Aires ist die Hauptstadt und das politische, kulturelle, kommerzielle und industrielle Zentrum des Landes. Ein Drittel der Bevölkerung lebt im Ballungsraum der Stadt.
Misiones ist eine der 23 Provinzen Argentiniens und liegt im Nordosten des Landes. Das Gebiet ist mit Ausnahme der landwirtschaftlich genutzten Fläche fast durchgehend von Feucht- und Regenwald bedeckt. Um die sehr artenreiche Flora und Fauna zu schützen, wurde der Nationalpark Iguazú im äussersten Norden eingerichtet. Dort befinden sich die Wasserfälle von Iguazú, die zu den wasserreichsten der Welt gehören und ein beliebtes Ziel des Tourismus darstellen.
Sagittaria ist ein Schweizer Verein, der seit Jahrzehnten Atlantischen Regenwald in der argentinischen Provinz Misiones kauft und den Urvölkern zurückgibt. Konkret erwerben und erhalten sie bedrohte Waldflächen, um die Biodiversität zu bewahren und natürliche Lebensräume wiederherzustellen. Dabei arbeiten sie eng mit indigenen Gemeinschaften zusammen, um deren Rechte zu sichern und sie aktiv in den Schutz des Waldes einzubinden.
Der Atlantische Regenwald ist eines der am stärksten gefährdeten Ökosysteme der Welt und bekannt für seine reiche Artenvielfalt und seinen Endemismus. Die Abholzung der Wälder stellt jedoch eine ernsthafte Bedrohung sowohl für den Wald, die Natur als auch für die indigenen Gemeinschaften dar.
Die Mbyá sind ein indigenes Volk Südamerikas, das in den Grenzgebieten Argentiniens (Provinz Misiones), Paraguays, Uruguays und Brasiliens wohnt. Die Mbyá-Gemeinschaften sind in ihren Wäldern vor Vertreibung sicher und dürfen ihr Wissen und ihre Kultur bewahren. Dies ist der beste Weg, um den Wald zu erhalten und zu schützen, da der Regenwald von den Mbyá ("Waldwächtern") wie ein Naturschutzgebiet gepflegt und aktiv geschützt wird. Die Indigenen Familien dürfen ausschliesslich für die eigene Selbstversorgung nachhaltig anbauen und so ihre Lebensgrundlagen bzw. Ernährung markant verbessern. Sie leben wahrhaftig im Einklang mit der Natur.
Bis heute hat Sagittaria mehr als 800 ha Regenwald gekauft und an elf Mbyá Gemeinschaften zurückgegeben, jede Gemeinschaft besteht aus 6 bis 20 kinderreichen Familien. Sie schützen das Grundstück vor Abholzung, Wild Jagd und weiteren Missbräuchen. Das erworbene Land wird im Grundbuch eingetragen und über eine Juristische Person an die Mbyá Gemeinschaft als Kollektiveigentum übergeben, was durch die argentinische Verfassung bis heute gesichert ist.
Auch nach dem Landübertrag bleibt der Verein für die Gemeinschaften ein wichtiger Partner und unterstützt sie gegenüber den Behörden und in Belangen betreffend ihrer Grundbedürfnisse.
53 Hektaren für Projekt Mártires Mirí
Im Oktober 2024 besuchten Mitglieder des Vereins die Tekoá (Gemeinschaft) Mártires Mirí. Der Mburuvicha (Häuptling) Karaí Mirí erklärte ihnen die aktuelle Situation. Die Tekoá besteht aus 10 Familien, die sich vor etwas mehr als einem Jahr hier niedergelassen haben. Davor war eine kleine Fläche abgebrannt, auf der die Mbyá nun ihre Hütten gebaut und ihre Pflanzungen angelegt haben. Die Eigentümerin hat sie geduldet, auch weil damit der Holzdiebstahl aufhörte. Nun steht der Wald zum Verkauf, da die Eigentümerin unter Geldknappheit leidet. Damit riskiert die Tekoá vertrieben zu werden und macht sich grosse Sorgen. Die Gemeinschaft bat Sagittaria diesen Wald als nächstes zu kaufen.
Karaí Mirí hat eine Vereinbarung unterzeichnet, dass sie keine nativen Bäume fällen und sowohl ihre Hütten wie auch die Pflanzungen ausserhalb des Waldes anlegen. Nur das exotische Pinienholz wird für den Bau der Hütten verwendet. Ausserdem verpflichten sie sich, nicht organischen Abfall zu sammeln.
Man hofft bald genügend Spendengelder zu erhalten, um den Kauf abzuwickeln und damit der Tekoá Mártires Mirí ihre Zukunft zu sichern.
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Sagittaria