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UNTERSTÜTZUNG PROJEKT SCHWEIZ

2026-20-IDN-SDG 15 / Verein GREEN BOOTS

SDG 15: Leben an Land

Verein GREEN BOOTS, Effretikon, Schweiz

Land / Gegend

Indonesien, Insel Borneo

Indonesien ist ein Staat in Südostasien und Ozeanien, gelegen zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean. Das Land umfasst mehr als 17’000 Inseln, darunter Sumatra, Java, Sulawesi sowie Teile von Borneo und Neuguinea. Indonesien ist der weltweit grösste Inselstaat. Mit über 280 Millionen Einwohnern ist Indonesien das viertbevölkerungsreichste Land der Welt. Die indonesische Gesellschaft besteht aus Hunderten von ethnischen und sprachlichen Gruppen.

Auf der Insel Java lebt mehr als die Hälfte der indonesischen Bevölkerung und hier befindet sich auch die aktuelle Hauptstadt Jakarta; das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes.  

Borneo ist eine der indonesischen Inseln im Malaiischen Archipel in Südostasien. Die Insel ist aufgeteilt zwischen den drei Staaten Indonesien, Malaysia und Brunei. Nusantara ist die im Aufbau befindliche zukünftige Hauptstadt Indonesiens, die im Osten der Insel Borneo in der Provinz Kalimantan Timur liegt.

 

Allgemein

GREEN BOOTS ist ein gemeinnütziger, nicht gewinnorientierter Verein, der sich seit seiner Gründung 2019 dem Schutz der tropischen Regenwälder weltweit widmet. Dabei geht es um den Schutz des Regenwaldes als gesamtes Ökosystem und damit um die Erhaltung und Förderung der Biodiversität, um die Eindämmung des Klimawandels sowie um die Sicherung der Lebensgrundlagen indigener Völker und der lokalen Bevölkerung.

GREEN BOOTS setzt sich auf verschiedenen Ebenen für den Regenwaldschutz ein und unterstützt Regenwaldschutzprojekte vor Ort, bringt den Menschen in der Schweiz das Ökosystem Regenwald und seine Bedeutung näher und engagiert sich politisch für die Anliegen des Regenwaldschutzes. 

Begünstigte

Borneo ist ein Biodiversitätshotspot: Auf der drittgrössten Insel der Welt kommen bis zu 15’000 Pflanzenarten vor, sowie über 200 Säugetiere, 400 Amphibien- und Reptilienarten, 600 Vogelarten und zahlreiche Insektenarten.  

Einst fast vollständig mit Wald bedeckt, ist auf Borneo seit Mitte des 19. Jahrhunderts rund die Hälfte des Waldes verschwunden und der Waldverlust schreitet weiter voran. Die Hauptursache für die Entwaldung ist die Umwandlung von Regenwaldflächen in industrielle Palmöl-, Holz- und Zellstoffplantagen. Daneben tragen auch der Abbau von Gold und anderen Mineralien, (illegale) Abholzung, Waldbrände sowie der Ausbau der Infrastrukturen ihren Teil bei.

Das Projektgebiet liegt in der Provinz Zentralkalimantan, im Einzugsgebiet der Flüsse Katingan und Kahayan. Das gesamte Waldgebiet hat eine bedeutende soziale und wirtschaftliche Funktion für die lokalen Gemeinschaften. In den Flüssen lebt eine Fülle an Fischarten, die den umliegenden Dörfern als Lebensgrundlage dienen. Die indigenen Dayak, die über ein Regierungsprogramm angesiedelte Javanesen und die Siedler der inzwischen stillgelegten Holzindustrie sind auf die vielfältigen Leistungen des Regenwaldes angewiesen.  

Zudem beherbergt die Region die weltweit grösste geschützte Orang-Utan-Population (ca. 6’000 Individuen), die grösste bekannte Population des Borneo Gibbons (ca. 30’000 Individuen) sowie andere seltene Tiere wie der Maronenlangur, der Malaienbär oder der Rhinozeros-Hornvogel.

 

Projektunterstützung

Projekt: Dämme gegen die Entwässerung der Sumpfregenwälder

Der Wald des Sebangau Nationalpark ist von einem Netzwerk aus illegal angelegten Kanälen durchzogen, die früher zum Abtransport von geschlagenem Holz dienten. So sinkt noch heute der Grundwasserspiegel und der Torfboden trocknet aus. Dadurch stirbt die Vegetation ab. Zugleich nimmt die Brandgefahr dramatisch zu.  

Gemeinsam mit Partnerorganisation vor Ort arbeitet man daran, die Kanäle mit Dämmen zu stauen und so die Geschwindigkeit des Abflusses zu reduzieren. Erfahrungen aus früheren Verbauungen zeigen, dass es durchschnittlich 20 Dämme pro Kanal braucht, um eine effiziente Rückstauung zu erreichen. Teil der Massnahme ist zudem die regelmässige Messung der Wasserdurchflussrate sowie des Wasserstandes und bei Bedarf Reparaturen an bestehenden Dämmen.

Durch die Stauung der Kanäle im Sebangau Sumpfregenwald steigt der Grundwasserspeigel, der Wald wird wieder vernässt, und die Torfböden als wichtiger Kohlenstoffspeicher sowie der Sumpfregenwald als einzigartiger Lebensraum für bedrohte Arten können wiederhergestellt werden. Ausserdem ist der Wald durch die Wiedervernässung besser vor Waldbränden geschützt und durch die Dämme weniger zugänglich für die Holznutzung.

Website
Verein GREEN BOOTS